Psychotherapie statt Warteliste

Gute Therapie. Schnell. Unbürokratisch. Solidarisch.

Über die Krise der psychotherapeutischen Versorgung wird viel debattiert und protestiert. Die Stimme derer, die am meisten betroffen sind, kommt dabei zu kurz: die der Patientinnen und Patienten.

Die monate- bis jahrelange Suche nach einem kassenfinanzierten Therapieplatz ist zermürbend: geschlossene Wartelisten, endlose Absagen, abgelehnte Kostenerstattungsanträge. Ein Spießrutenlauf mit hohem Frustrationspotential - für Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Verfassung bereits am Limit sind.

Unser Ziel: ein Therapiefonds. Der Solifond für Psychotherapie ermöglicht Menschen, die dringend eine Therapie benötigen, einen schnellen Start - auch ohne Chance auf einen GKV-Therapieplatz und ohne Geld für eine Behandlung auf Selbstzahlerbasis.

Getragen von einem Netzwerk aus Psychotherapeut:innen, die den Fond gemeinsam verwalten und Therapien über den Fond anbieten. Spenden fließen ausschließlich in die Kostenübernahme von Psychotherapien.

Das gesamte Projekt befindet sich noch im Aufbau. Derzeit kann ausschließlich über GoodCrowd gespendet werden. Ich freue mich über Kolleg:innen, die mit mir das Projekt vergrößern möchten.

Unser Selbstverständnis

Der Solifond für Psychotherapie basiert auf der Überzeugung, dass psychische Gesundheit ein Grundrecht ist – nicht ein Privileg. Wir setzen uns für ein Gesundheitssystem ein, das alle Menschen erreicht, unabhängig von finanziellen Mitteln oder sozialem Status.

Unsere Arbeit ist geprägt von Solidarität, Transparenz und dem Glauben an die Wandlungsfähigkeit jedes Einzelnen. Wir verstehen Psychotherapie nicht als Luxus, sondern als essenziellen Baustein für ein selbstbestimmtes Leben in Würde.

Auf dem Weg zum Verein

Derzeit organisiere ich die Planung und die Spenden noch alleine. Mein Ziel ist zunächst, ein informelles Netzwerk interessierter Therapeut:innen aufzubauen. Das mittelfristige Ziel ist ein eingetragener Verein mit der Möglichkeit, Spendenquittungen auf Basis eines Freistellungsbescheides auszustellen. Dies würde es uns ermöglichen, Spenden anzunehmen, die steuerlich absetzbar sind – und damit noch mehr Menschen den Zugang zu Therapie zu eröffnen.

Bis dahin finanzieren wir uns ausschließlich durch freiwillige Spenden. Jeder Euro fließt ausschließlich in die Kostenübernahme von Psychotherapien bei approbierten Psychotherapeut:innen.

Die Vision

Wir träumen von einer Gesellschaft, in der psychische Gesundheit keine Frage des Geldbeutels ist. In der Therapieplatz nicht mit Glück, sondern mit Bedarf zu tun hat. In der Marginalisierte Menschen nicht um ihr Recht auf Unterstützung kämpfen müssen.

Der Solifond für Psychotherapie ist ein Schritt in diese Richtung. Ein Schritt, der zeigt: Solidarität funktioniert. Gemeinsam können wir Lücken schließen, wo das System versagt. Und wir können beweisen, dass eine andere, menschlichere Psychotherapie möglich ist.

Meine größere Vision geht darüber hinaus: Wir wollen nicht nur Therapien finanzieren, sondern das gesamte Verständnis von psychischer Gesundheit in unserer Gesellschaft verändern. Weg von Stigmatisierung, hin zu Akzeptanz. Weg von Individualisierung, hin zu gemeinschaftlicher Verantwortung.

Wenn du meine Vision teilst und Teil dieser Bewegung werden möchtest – sei es als Therapeut:in, Spender:in oder Unterstützer:in – freue ich mich über deine Kontaktaufnahme.